Die sanft-grünen Hügel des zentralen und nördlichen Königreichs sind Zeugen einer kriegerischen und blutigen Geschichte. Hier wurden im 19. Jahrhundert eine ganze Reihe langer, erbitterter Schlachten zwischen Briten, Buren und Zulus ausgetragen.
Das Schlachtfeld Blood River, 48km östlich von Dundee, ist ein zentraler Punkt in der Geschichte der Buren. Der von König Dingane befohlenene Mord an Piet Retief und 101 seiner Gefährten bei Ulundi hatte zu Spannungen zwischen Buren und Zulus geführt, und am 16. Dezember 1838 vernichteten einige wenige Voortrekker eine ganze Zuluarmee und Dingane musste fliehen. Das vom Blut rot gefärbte Wasser des Flusses gab ihm den Namen Blood River. Zur Hundertjahrfeier der Schlacht wurde in Pretoria das Voortrekker-Monument errichtet. Am Blood River selbst befindet sich eine Gedenkstätte mit der Nachbildung von 63 Voortrekker-Ochsenwagen aus Bronze in Originalgröße.
Im Zentrum der Schlachtfeldroute liegt Isandlwana. Hier besiegten am 22. Januar 1879 rund 20000 Zulukrieger unter König Cetshwayo ein britisches Regiment. Weiße Steinhaufen, Denkmäler und Kreuze erinnern an die gefallenen “Rotröcke” und verleihen diesem Schlachtfeld eine unheimliche Stimmung.
In dramatischer Berglandschaft 30km entfernt liegt Rorke’s Drift – ursprünglich eine schwedischer Missionsstation, die von der britischen Armee zu einem Krankenhaus und Munitionsdepot umfunktioniert worden war. Am Tag, an dem in Isandlwana britische Truppen vernichtet wurden, hielten hier 100 Engländer zwölf Stunden lang einer Übermacht von 4000 Zulus stand, bis Verstärkung kam. In einem kleinen Museum ist die Gegenwehr der britischen Soldaten dokumentiert.
Im gleichen Jahr endete bei Vryheid die Napoleonische Dynastie mit dem Tod von Prinz Louis Napoleon, dem Großneffen von Napoleon Bonaparte, als er auf einer speziellen Mission in einen Hinterhalt geriet. 1880 war Vryheid die Hauptstadt der kurzlebigen ‘Neuen Burenrepublik’.Die größten Schlachten des ersten Englisch-Burischen Kriegs (1880-1881)
Die größten Schlachten des ersten Englisch-Burischen Kriegs (1880-1881) fanden in Laing’s Neck, Schuinshoogte und aMajuba statt, ehe am Fuß des aMajuba-Bergs bei O’Neills Cottage ein Waffenstillstand unterzeichnet wurde. Schauplätze des zweiten Englisch-Burischen Kriegs (1899 – 1902) waren u.a. Colenso, Dundee, Elandslaagte, Estcourt, Glencoe, Ladysmith, Newcastle, Spioenkop, Utrecht, Vryheid und Winterton, und in der Region gibt es viele Museen und Gedenkstätten, die von jener Zeit zeugen.
Der junge Winston Churchill, zu dieser Zeit Zeitungskorrespondent, wurde 1899 bei Colenso von den Buren gefangengenommen, konnte aber bald darauf entfliehen. Bei der Belagerung von Ladysmith – 118 Tage lang belagerte hier eine Truppe von 3500 Buren unter General Botha
28000 Briten – spielte auch Mahatma Ghandi als Sanitäter bei den englischen Entsatzungstruppen eine Rolle. Ghandi-Denkmäler stehen vor dem Vishnu-Tempel in Ladysmith und in Glencoe.
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