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| Johannesburg (auch als Joburg, Jozi und Egoli bekannt) ist eine Stadt voller Kontraste. Besonders das Zentrum dieser Stadt der reichsten Afrikas die im Jahr 2010 zu den zehn größten Metropolen der Welt gehören wird, ähnelt äußerlich einer Großstadt in einem westlichen Industrieland. Wolkenkratzer dominieren die City und die Straßen wimmeln von Händlern, Verkaufsständen und Geschäften. Die Innenstadt sowie die Stadtviertel Hillbrow und Yeoville sind wegen ihrer hohen Kriminalitätsrate berüchtigt und werden daher von vielen Johannesburgern möglichst gemieden. Andererseits ist die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit privaten Kapitalanlegern mit zunehmendem Erfolg bemüht, die City „zurückzuerobern“ und ihren Verfall zu stoppen und umzukehren, z.B. durch eine stark erhöhte Polizeipräsenz, Videoüberwachung, die Renovierung wertvoller alter Gebäude und die Wiederansiedlung von Geschäften. Die bekanntesten Wahrzeichen Jozis sind das 50-stöckige Carlton Centre, der JG Strijdom Tower in Hillbrow und, etwas weiter westlich, der SABC Brixton Tower. Newtown (ehemals Brickfields), westlich der Innenstadt, ist voller interessanter kultureller Angebote. Das sehr empfehlenswerte Africa Museum, das Market Theatre, das Music Centre sowie das National Design and Craft Centre, die World of Beer, das Worker's Museum und der Kippies Jazz Club befinden sich in diesem Viertel, das auch viele internationale Touristen anzieht. Original südafrikanische Küche lässt sich in Restaurants wie Gramadoelas (wo auch Krokodilfleisch und Mopanewürmer angeboten werden) und Moyo's probieren. Auf dem Mary Fitzgerald Square werden Märkte, Konzerte, Filmfestivals und Ausstellungen veranstaltet. Nicht weit davon entfernt liegt die Oriental Plaza, wo man in über 350 indischen Geschäften nach Herzenslust einkaufen und feilschen kann. Ein Wahrzeichen mit einem immensen symbolischen Wert ist die neue 294 Meter lange Nelson Mandela-Brücke, die die Innenstadt mit Newtown verbindet. Der Constitution Hill in Hillbrow, der das ehemalige Johannesburg Fort bis in die 80er Jahre ein berüchtigtes Gefängnis und das neu erbaute Verfassungsgericht einschließt, soll auch eine Touristenattraktion werden. Im Apartheidmuseum in der Nähe der Gold Reef City im Süden der Stadt kann man sich Fotos, Videofilme und andere Ausstellungsstücke ansehen und originale Tondokumente anhören, und so einen bewegenden Eindruck über Südafrikas schändliche jüngere Vergangenheit gewinnen. Nördlich des Stadtzentrums, in Westcliff, befindet sich der Zoologische Garten, in dem über 3000 Tiere aus Afrika und anderen Erdteilen beheimatet sind, darunter der seltene Afrikanische Wildhund. Der Besuch im Zoo kann mit einer Besichtigung des eindrucksvollen Museums für Militärgeschichte kombiniert werden, das an seiner Ostseite gelegen ist.Die krassen Unterschiede zwischen Arm und Reich fallen besonders dort ins Auge, wo sich wohlhabende Vororte und Geschäftszentren wie Sandton in unmittelbarer Nachbarschaft zu der extremen Armut von Townships wie Alexandra befinden. Doch diese Townships sind die Heimat vieler Künstler, Schriftsteller und Aktivisten des Anti-Apartheid-Kampfes, und die Stimmung dort ist oft lebhaft und optimistisch. Aller Glanz und Schein des modernen, Ostseite gelegen ist. Die krassen Unterschiede zwischen Arm und Reich fallen besonders dort ins Auge, wo sich wohlhabende |
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| Vororte und Geschäftszentren wie Sandton in unmittelbarer Nachbarschaft zu der extremen Armut von Townships wie Alexandra befinden. Doch diese Townships sind die Heimat vieler Künstler, Schriftsteller und Aktivisten des Anti-Apartheid-Kampfes, und die Stimmung dort ist oft lebhaft und optimistisch. Aller Glanz und Schein des modernen, „westlichen“ Jozi kann mit den Eindrücken, die man während eines Besuchs im Township gewinnt, nicht konkurrieren.Die nördlichen Vororte sind ein grünes Paradies große Häuser inmitten wunderschöner Gärten das allerdings von hohen Mauern und anderen Sicherheitsmaßnahmen beschützt werden muss. Der „angesagteste“ Ort ist die hochmoderne Melrose Arch, wo die oberen Zehntausend innerhalb eines relativ kleinen geschützten Areals leben und arbeiten. Als „hip“ gilt auch Melville im Westen, das wegen der vielen hier lebenden Künstler, Schauspieler und Schriftsteller auch Little Hollywood heißt. Mit seinen vielen, meist gut gefüllten Cafés, Kneipen und Restaurants erinnert die Atmosphäre dieses Viertels an das French Quarter in New Orleans. Die große Anzahl chinesischer Geschäfte und Restaurants machen die fernöstliche Atmosphäre Chinatowns im Stadtteil Cyrildene aus. |
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